Am letzten Sonntag (6. August) war ich bei den Classic Days auf Schloss Dyck in der Nähe von Düsseldorf. Wie jedes Jahr fand dort 3 Tage lang ein Oldtimer-Spektakel der besonderen Art statt. Auf einem riesigen Gelände rund um das Schlossgebäude wurden hunderte von “alten Schätzchen” ausgestellt. Zum einen gab es da die Themenbereiche wie z.B. historische Campingmobile oder Oldtimer der 20er Jahre, auf denen mit sehr viel Liebe zum Detail tolle Exponate präsentiert wurden. Die Eigentümer der ausgestellten Fahrzeuge hatten sich meist auch kleidungstechnisch ihren jeweiligen Mottos angepasst, wodurch ein wirklich rundes Gesamtkunstwerk entstand.

Daneben gab es Bereiche mit alten englischen Klassikern der Vorkriegszeit (dominiert von Bentley Rennwagen), Markenausstellungen z.B. von Mercedes, Ferrari, Maserati und Alfa Romeo sowie die zahlreichen Alltags-Oldtimer von Besuchern, die mit ihren Fahrzeugen auf einer großen Wiese parken durften und dort mehrheitlich den ganzen Tag lang picknickten. Soweit das Auge reichte parkten da ein Klassiker neben dem nächsten – ein echt toller Anblick. Wo sieht man sonst so viele verschiedene Modelle aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Ländern in entspannter Atmosphäre zusammen?!

Wer es etwas sportlicher mag, konnte sich auf der kleinen Rennstrecke an den zahlreichen Läufen satt sehen. Da gab es ein wirklich volles Programm, von Rennwagen der 30er Jahre bis zu markenspezifische Corsos. Einige der älteren Geräte haben dabei einen wirklich infernalischen Krach produziert – man kann sich ansatzweise vorstellen, mit welcher Lautstärke Autorennen früher von statten gingen. Dagegen wirken die heutigen Veranstaltungen wie ein Wettrennen von Nähmaschinen.

Was ein wenig genervt hat war der teilweise sinnlose Übereifer der Organisatoren. Bei einem Eintrittspreis von 34 Euro für einen einzigen Tag möchte man ganz einfach nicht an einem Zugang zu einem bestimmten Areal gehindert werden mit dem Hinweis, dieser sei nur für VIP-Gäste, während alle anderen Besucher einen großen Bogen wandern müssen, um zu genau dem gleichen Gelände durch einen anderen Zugang gelangen zu können. Das ist schwachsinnige Schikane ohne Grund und Verstand, und man kann hoffen, dass sich der Veranstalter hier in Zukunft etwas entspannt. Denn sonst war die Veranstaltung sehr gut und professionell organisiert.

Wer Oldtimer mag und die Classic Days noch nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall den Termin für die kommenden Jahre vormerken: immer das erste Wochenende im August.

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