Über mich

Mein Name ist Christian Becker und ich liebe Autos. Schon als kleines Kind, das gerade mit dem Sprechen anfing, gehörten diverse Automarken zu meinem Grundwortschatz und ich konnte die Modelle auf der Straße schon von weitem erkennen und unterscheiden. Anhand eines Scheinwerfers, eines Außenspiegels oder einer Radkappe wusste ich, um welches Auto es sich handelte, lange bevor ich die Grundrechenarten beherrschte.

In all den Jahren, in denen man versucht hat, mich zu erziehen, blieben Autos ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsthemen. Ich habe hunderte von Spielzeugautos gesammelt, jeden Autohändler in der Nachbarschaft um Tonnen von Prospektmaterial erleichtert und in der Schule sogar mit einem Freund einen Autoclub gegründet, dessen einziger programmatischer Punkt darin bestand, regelmäßig Gespräche über die neuesten Modelle zu führen.

Die Anfänge

Mein erstes eigenes Auto habe ich kurz nach dem Studium gekauft, als ich meinen ersten Job in Großbritannien anfing. Es war ein ziemlich rappeliger Fiat Uno mit einem kaputten Stoßdämpfer rechts vorne, so dass man Linkskurven nur mit sehr viel Feingefühl meistern konnte.

Kurze Zeit später besuchte ich mit einem Freund einen englischen Gebrauchtwagenhändler, bei dem mein Freund einen älteren Ami-Schlitten aus den Fünfzigerjahren gesehen hatte und überlegte, ihn zu kaufen. Am Ende der Probefahrt fiel mir ein halb zugedeckter roter Alfa Romeo Spider auf, der etwas traurig in der Ecke stand. Und es kam wie es kommen musste: Mein Freund zog unverrichteter Dinge davon, und ich habe den Alfa gekauft. Damals hatte ich noch wenig Ahnung von Spider Modellen und ihrer Geschichte, aber schon nach kurzer Zeit fand ich heraus, dass ich für recht bescheidene knapp 4.000 britische Pfund (das entsprach seinerzeit rund 14.000 DM) einen Rundheck-Spider Baujahr 1967 erworben hatte, was netterweise auch meinem Geburtsjahr entsprach.

Der Spider brauchte einige Arbeiten an der Elektrik und an ein paar anderen Stellen, die ich – ohne jegliches Talent zum Mechaniker und ohne Werkzeug – direkt in der Londoner Alfa Romeo Vertretung machen ließ. Das Ergebnis war ganz OK, aber deutlich teurer als vorab mit der Werkstatt vereinbart, zudem war das Personal extrem unfreundlich und patzig. Aus heutiger Sicht muss ich gestehen, dass ich denen wohl auf den Leim gegangen bin, Modell naiver Jüngling. Zumindest war das Fahrzeug komplett rostfrei, was mir auch damals schon wie ein kleines Wunder für ein 25 Jahre altes italienisches Auto vorkam, die ja bekanntlich schon im Prospekt rosteten. Das Geheimnis wurde dann einige Jahre später aufgeklärt, als ich den Alfa in Deutschland bei einem Händler verkauft habe: Während eines mehrjährigen Aufenthalts in den USA wurde das ursprünglich nach Frankfurt ausgelieferte Fahrzeug (daher Linkslenker) unfachmännisch entrostet und die dabei entstandenen Blechlücken einfach mit Füller verspachtelt. Drüber lackieren und fertig….

Und immer weiter

Den Spider zu verkaufen war ein großer Fehler gewesen. Aber ich war jung und brauchte das Geld…. Und hatte vor allem keine Zeit, mich intensiver um das Auto zu kümmern, das ich damals wirklich als einzigen fahrbaren Untersatz im Tagesgebraucht nutzte. Nachdem ich es knapp zwei Jahre nach dem Kauf in England wieder in seine und meine alte Heimat Deutschland mitgenommen und ihm per Vollabnahme zu einer TÜV-Plakette verholfen hatte, verließ mich der Mut (und Verstand) und ich tauschte es zuzüglich einiger tausend DM gegen einen gebrauchten Alfa 164 ein. Von da an hatte mich das Alfa Fieber endgültig gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.

Ich habe in Folge eine ganze Reihe von Alfas gefahren, nach dem 164 kamen noch ein gebrauchter 146 und 159, danach neue 156, 164 und GT. Mit den neuen Modellen hatte ich die reine Freude am Fahren und so gut wie gar keine Probleme, während die gebrauchten Alfas mehr in der Werkstatt als vor meiner Haustüre standen. Aber einen echten Alfisto schreckt so etwas nicht ab.

Natürlich habe ich auch jede Menge anderer Marken gefahren, manche für ein paar Tage oder Wochen, andere über mehrere Jahre. Besonders seit Alfa Romeo ab Anfang des neuen Jahrtausends eine unsäglich katastrophale Modellpolitik gefahren hat und es bis zur Einführung der neuen Giulia praktisch kein interessantes Modell mehr zu kaufen gab, bin ich mit Audi und Volvo fremdgegangen. Und innerhalb der Familie haben wir auch weitere Automarken langjährig gefahren wie z.B. Ford, Seat, Fiat, Renault und Porsche. Dazu kommen noch andere Fabrikate aus dem Fuhrpark unseres Unternehmens wie Peugeot oder Citroen, die ich gelegentlich bewege.

Warum ich blogge

Ich mache oft tolle Erfahrungen mit Autos, erlebe Interessantes unterwegs und bin auf vielen Veranstaltungen der Klassiker-Szene oder Markenclub-Treffen. Und das möchte ich nicht nur mit Familie und Freunden teilen, sondern auch mal in die Welt setzen für jeden, der es lesen will und vielleicht seine Freude daran hat.

Mindestens genauso oft ärgere ich mich auch über Dinge an und mit Autos, hier reicht die Skala von „naja, das braucht eigentlich kein Mensch“ bis zu „völliger Irrsinn“. In solchen Situationen ist es therapeutisch wertvoll, sich das mal „von der Seele“ zu schreiben. Vielleicht habt ihr auch etwas Ähnliches erlebt und fühlt euch dann nicht mehr alleine damit; vielleicht habt ihr davon noch nie gehört und findet es spannend; vielleicht bewahrt es euch davor, die gleiche Erfahrung zu machen.

Was ich definitiv nicht mit meinem Blog verbinde sind irgendwelche finanziellen Interessen. Ich versuche nicht, diesen Blog als Einnahmequelle durch sponsored Posts oder bezahle Produkttests zu nutzen und entsprechend steht hier auch nur das, was ich wirklich selbst denke und schreiben will. Ich habe beruflich viel mit Bloggern und Internet Marketing zu tun und ärgere mich regelmäßig darüber, wie gerade jüngere Leser verarscht werden, weil man ihnen authentische Inhalte suggeriert, die in Wahrheit aber nichts anderes sind als Beiträge, die durch unternehmerische Interessen finanziert werden.

Ich freue mich grundsätzlich über Kommentare und Feedback, es darf auch gerne kritisch und kontrovers sein. Nur persönlich beleidigende Texte und Beiträge, die gegen die Netikette verstossen, lösche ich sofort.

Ich hoffe, ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben.